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Better Place Project

Der Ex-SAP-Manager Shai Agassi hatte einen großen Traum. Er wollte die Welt zu einem "Better Place" machen, weg von Erdöl und versiegenden Energiequellen, hin zu Elektroautos mit Wechselbatterien. 800 Millionen Dollar betrug das Startup-Kapital der am 29. Oktober 2007 gegründeten Firma. Geld, das man unter anderem für die Durchführung von Pilotprojekten und Verhandlungen mit Autoherstellern verwenden wollte. Mittlerweile scheinen die Tage der noch jungen Firma jedoch gezählt, bereits im März 2013 meldete der Geschäftsführer in Israel Insolvenz an.

Woran das Projekt gescheitert ist, lässt sich nur schwer nachvollziehen. Zumindest auf dem Papier schienen die Pläne vorbildlich, das Unternehmen schaffte es, namhafte Partner zu akquirieren und es gab öffentliche Zustimmung von Seiten der Politik in den für das Projekt geeigneten Ländern, unter anderem Israel, Dänemark, Japan und Kanada. Erst im Jahre 2012 sprach man von ersten Finanzierungsproblemen. Das Startup-Kapital war längst aufgebraucht, durch den Börsengang war man von Aktiengeschäften abhängig, der letzte große Investor, die Israel Corp., verweigerte eine weitere Finanzierung. Eingestellt ist das Projekt jedoch bis heute nicht, obwohl es nur wenig Hoffnung für die insolvente Firma gibt.

Tesla wagt ähnliches Projekt

Nur wenige Monate nachdem "Better Place" offiziell die Insolvenz bekanntgab, kündigte das kalifornische Unternehmen Tesla Motors, das vor allem für seine Elektroautos bekannt ist, ein ähnliches Projekt an. Statt wie Agassi jedoch die Batterietechnologie insgesamt revolutionieren zu wollen, wird Tesla den "Batterieschnellaustausch" nur für eigene Fahrzeuge anbieten. Erst wenn eine stabile Infrastruktur aufgebaut wurde, sollen sich andere Hersteller entscheiden können, die Technologie von Tesla aufzugreifen und in ihre eigenen Fahrzeuge zu integrieren. Selbstverständlich gegen angemessene Lizenzgebühren, immerhin möchte das junge Unternehmen etwas verdienen. Für Elon Musk, Geschäftsführer der Tesla Motors, hat Agassi viel zu wenig geplant und viel zu früh agiert. Dieser Fehler soll dem amerikanischen Unternehmen nicht unterlaufen, weswegen man ganz sprichwörtlich zunächst "kleine Brötchen backt". Lediglich die Straße der "Boston to D.C"-Route soll mit den Batterietankstellen ausgestattet werden. Nach amerikanischen Maßstäben ist diese Route zwar relativ viel befahren, dennoch geht das Unternehmen damit ein großes Risiko ein, denn verlässt man die Route, gibt es keine Möglichkeit mehr, die Batterie zu wechseln. Ansonsten sind die Projekte relativ ähnlich, 60 bis 80 Dollar möchte man für einen Batteriewechsel verlangen.

Wird Amerika zu einem "Better Place"?

Ob Tesla mit dem wagemutigen Konzept Erfolg hat, wird sich wohl erst in den nächsten Jahren herausstellen. Immerhin hat man aber einige Vorteile gegenüber dem israelischen Startup, denn Tesla ist besonders in Amerika ein angesehenes Unternehmen, konnte in den letzten Jahren deutlich mehr Fahrzeuge verkaufen als die für "Better Place" umgebaute Variante des Renault Fluence Z.E.. Zudem hat sich Tesla ein etwas anderes Ziel gesteckt, denn während Better Place vor allem urbane Pendler ansprach, die nicht viel mehr als 100 Kilometer fuhren, will Tesla auf lange Sicht die gesamte USA mit den Batteriestationen ausstatten und so auch Vielfahrer ansprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bild Quelle
Tesla Roadster Creative Commons Creative Commons
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Quelle: Wikipedia
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