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E-Autos und Range Extender

Die meisten Elektrofahrzeuge, die heute auf dem Markt erhältlich sind, haben Reichweiten von 120-200km. Nur einige wenige Fahrzeuge, z. B. der Tesla Model S, haben eine Reichweite von bis zu 500km. Gerade in der Winterzeit schrumpft die Reichweite sogar bis auf die Hälfte der normal erzielbaren Kilometer je Akkuladung. Gründe hierfür sind der erhöhte Stromverbrauch im Fahrzeug durch Heizung, Gebläse und Licht, aber auch die reduzierte Leistungsfähigkeit der Lithium-Batterien bei Temperaturen unter 0°C. Hier plagen zahlreiche Interessenten immer die Zweifel, ob die Batterieladung bis zur nächsten Ladestation reichen wird. Dies ist oftmals ein Kriterium, um sich gegen den Kauf eines Elektroautos zu entscheiden. Einige Unternehmen haben aus diesem Grund einen zusätzlichen Verbrennungsmotor in das Fahrzeug eingebaut. Diese werden als „Range Extender“ (deutsch: „Reichweitenverlängerer“) bezeichnet. Hierbei wird durch den Verbrennungsmotor ein elektrischer Generator angetrieben, der die Batterien nachlädt. Im Kurzstreckenbetrieb kommt der Range Extender nicht zum Einsatz. Die Batterie wird an der nächsten Ladestation bzw. zu Hause wieder aufgeladen. Sind die Batterien bereits vor der nächsten Ladestation entladen, springt der Verbennungsmotor automatisch an. Der Fahrer weiß nun, dass er nicht mehr rein elektrisch fährt.

Vor- und Nachteile der Range Extender

Range Extender haben Vor- und Nachteile. Zum einen gibt ein solches System ein sicheres Gefühl hinsichtlich der Reichweite und die Gefahr des Liegenbleibens auf Grund leerer Akkus wird verringert. Außerdem ist generell eine größere Reichweite mit einem solchen Fahrzeug möglich. Andererseits führt der Range Extender möglicherweise zu einem sorgloseren Umgang mit kostbarer Energie, da auf genaue Fahrtenplanung verzichtet wird („Man kommt ja sowieso nach Hause!“). Zudem führt der Range Extender zu einem höheren Fahrzeuggewicht und der Fahrer ist doch wieder in gewisser Hinsicht mit einem Verbrennungsmotor unterwegs. Die Freude am abgasfreien Fahren ist damit nicht mehr voll gegeben. Um wirklich viel Freude am umweltfreundlichen Autofahren zu haben sollte man sich deshalb beim Kauf oder beim Leasing eines E-Autos möglichst umfassende Gedanken zu dieser neuen Form der Mobilität machen.

Wasserstoff im Bereich Range Extender

Eine Alternative zu den benzin- oder dieselbetriebenen Range Extendern wäre der Einsatz von Wasserstoff als Brennstoff den Range Extender. Dieser könnte dann umweltfreundlich erzeugt aus überschüssigen regenerativen Strom erzeugt werden und bei Bedarf zum Einsatz kommen. Zu beachten ist allerdings, dass sich der Wasserstoff im Laufe der Zeit verflüchtigt. Der Tankinhalt im Fahrzeug wird im Laufe der Zeit daher weniger. Bei einer regelmäßigen Nutzung des Range Extenders stellt dies aber kein Problem dar.

Der Range Extender ist momentan als Zubehör für den BMW i3 gegen Aufpreis erhältlich. Dieser bietet eine Reichweitenverlängerung um bis 160km mit einer Tankfüllung.

Der Volkswagenkonzern startet ebenfalls einen Flottenversuch mit Range Extendern, ebenso ist der Opel Ampera mit einem zusätzlichen Reichweitenverlängerer verfügbar.

Austauschinfrastruktur bzw. Wechselbatterie zur Reichweitenverlängerung

Eine andere Idee zur Verlängerung der Reichweite von E-Autos, ohne einen Verbrennungsmotor im Elektrofahrzeug, wurde von dem ehemaligen SAP Vorstand Shai Agassi mit seiner Firma Better Place verfolgt. Die Firma Better Place ist aber zwischenzeitlich gescheitert obwohl das Modell von der Technik her funktioniert hat. Allerdings war Better Place so frühzeitig am Markt dass es noch kaum Bedarf für die Dienstleistung von Wechsel-Akkus gab weil nämlich noch kaum ein E-Auto auf den Straßen unterwegs war. Außerdem ist bei diesem Wechsel-Akku Modell das Problem dass die Akkus und die Elektroautos möglichst aller Hersteller standardisiert sein müssten damit die Batterien auch in jedes E-Auto passen. Da aber fast jeder E-Auto Hersteller am liebsten seine eigene Technologie gerne als Branchenstandard haben wollte war bis zum Scheitern von Better Place kein einheitlicher Standard durchzusetzen.

Tesla testet neuerdings auch einen schnellen Batterie-Tausch

Obwohl man nach dem Scheitern von Better Place im Jahr 2013 gedacht hat dass die Idee mit dem Batterie-Tausch nun gestorben ist, experimentiert nun Tesla genau an diesem Konzept. Das Ziel von Tesla ist es wohl ergänzend zu den eigenen Tesla Schnellladestationen eine zweite Option in der „Tesla-Welt“ zu haben um die Reichweiten der Tesla E-Autos mit einem blitzschnellen Batterietausch noch weiter zu verlängern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bild Quelle
Tesla Roadster Creative Commons Creative Commons
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Quelle: Wikipedia
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